
Filippo Lippi · PD
Anbetung im Walde
Details
Die Geschichte
1459 haben die Medici ihren neuen Palast in Florenz gerade vollendet, und für die private Kapelle in seinem Herzen geben sie bei Fra Filippo Lippi dieses Altarbild in Auftrag. Es ist eine seltsame, stille Geburt Christi. Statt des Stalls von Bethlehem ein dunkler, fast nordischer Wald, der Boden übersät mit abgeschnittenen Zweigen und einem Baumstumpf, und die Jungfrau kniet nieder, um ein Neugeborenes anzubeten, das auf der bloßen Erde zwischen Wildblumen liegt. Jede Einzelheit war für einen Raum gedacht, in dem die Familie allein betete, mit Gottvater und der Taube des Heiligen Geistes, die von oben herabkommen. Die Tafel verließ Italien in den Wirren der Napoleonischen Kriege und hängt seit 1821 in Berlin, während heute eine Kopie in der Kapelle steht, für die sie gemalt wurde. 2026 ging das Original in eine zweijährige Restaurierung.




