
Allegorie der göttlichen Vorsehung
Details
Die Geschichte
1772 stach Domenico Cunego in Rom eine Grafik nach diesem kleinen Bild. Unter die Darstellung setzte er den Titel Providentia, drei lateinische Verse und den Vermerk, das Original werde auf dem Kapitol aufbewahrt. Die Verse stammen aus Senecas Tragödie Phaedra. Der große Vater der Welt, heißt es dort, habe gesehen, wie gierig die Hände des Schicksals sind, und dafür gesorgt, dass jeder Verlust stets durch neue Nachkommen ersetzt wird. So las der Stich das Gemälde, als Vorsehung, die Leben nährt und erneuert. Ludovico Carracci gibt ihr ein Kind an der Brust und ein Füllhorn, kleine Kinder drängen sich um sie. Er malte das Bild um 1604 oder 1605 auf eine Kupferplatte von etwa einem halben Meter Höhe. Der glatte Malgrund erlaubte feinste Ausführung bei einem Bild, das aus der Nähe betrachtet werden sollte.