
Giovanni Bellini · PD
Altarbild des heiligen Vinzenz Ferrer
Details
Die Geschichte
Es war Giovanni Bellinis erster großer öffentlicher Auftrag, um die Mitte der 1460er Jahre für die venezianische Basilika Santi Giovanni e Paolo gemalt, wo das Werk noch heute auf demselben Altar steht. In der Mitte steht der heilige Vinzenz Ferrer, ein spanischer Dominikanerprediger, erst 1455 heiliggesprochen, kurz zuvor also, während sein Orden dessen Verehrung eifrig verbreitete. Bellini stellte ihm zwei Schutzheilige zur Seite, auf die sich die Venezianer in schweren Zeiten verließen: den heiligen Christophorus, der das Christuskind über den Fluss trug, und den heiligen Sebastian, den man gegen die Pest anrief. Eine Lünette mit Gottvater krönte einst das Ganze und ist seither verloren. Bellini war noch jung, Jahrzehnte bevor er der Lehrer von Giorgione und Tizian wurde.




