
Amphora mit Kitharaspieler und Zuhörer
Details
Die Geschichte
Die Inventarnummer dieser Amphora lautet MET 3, und sie erzählt eine Geschichte. Das Metropolitan Museum in New York hatte das Gefäß 1985 erworben. Am 21. Februar 2006 unterzeichnete sein Direktor Philippe de Montebello in Rom ein Abkommen mit dem italienischen Kulturministerium. Das Museum trat das Eigentum an sechs Antiken ab, deren Erwerb Italien beanstandet hatte, das Abkommen hielt zugleich fest, dass die Stücke in gutem Glauben gekauft worden waren, und Italien sagte im Gegenzug langfristige Leihgaben gleichwertiger Werke zu. Zwei der bekanntesten Stücke, ein Krater und ein hellenistischer Silberschatz, durften noch einige Jahre in New York bleiben, die übrigen sollten so schnell wie möglich zurückkehren. Diese Amphora war eines davon.
Laut Museumsetikett stammt sie aus Vulci, der etruskischen Stadt nördlich von Rom. Bemalt hat sie um 490 v. Chr. in Athen der Berliner Maler. Auf der einen Seite spielt ein Mann in langem Gewand die Kithara, die große Leier der Berufsmusiker, auf der anderen steht ein junger Mann, in seinen Mantel gehüllt und auf einen Stab gestützt, und hört zu.