
El Greco · PD
Eine Allegorie (Fábula)
Details
Die Geschichte
„Der Mann ist Feuer, die Frau ist Werg, da kommt der Teufel und bläst.“ Mit diesem spanischen Sprichwort deutete der Kunsthistoriker Manuel Bartolomé Cossío 1908 ein Bild, zu dem El Greco selbst kein Wort hinterlassen hat. Werg, das sind trockene Flachsfasern, die beim kleinsten Funken aufflammen. Im Bild bläst ein Junge in die Glut, um eine Kerze zu entzünden. Von links schiebt sich ein Affe ins Licht, rechts grinst ein Mann mit roter Kappe. Andere Deutungen lesen den Affen als Anspielung auf die Malerei, die der Natur alles nachäfft, und den Grinsenden als Sinnbild der Torheit, womöglich als Warnung vor der Wollust. El Greco malte die Szene mindestens dreimal. Diese Fassung entstand in den 1580er Jahren in Toledo und kam 1989 in die National Gallery of Scotland in Edinburgh. Die Jacke des Jungen wirkt heute fast schwarz, sie war ursprünglich grün und ist nachgedunkelt.




