
Joaquín Sorolla · PD
Und sie sagen noch, der Fisch sei teuer!
Details
Die Geschichte
Der Titel ist bitter und stammt aus einem Roman. Sorolla entnahm ihn den letzten Seiten von Maiblüte seines Freundes, des valencianischen Schriftstellers Vicente Blasco Ibáñez, wo eine Tante, die gerade ihren Neffen im Meer verloren hat, herausstößt, dass man den Fisch nach alledem noch immer teuer nenne. Sorolla war 31 und malte sozialen Realismus, das ernste Thema, das damals in der Madrider Kunstwelt in Mode war. Er führt uns in das Halbdunkel des Laderaums eines Fischerbootes. Am Boden liegt ein Matrose, noch ein Kind, bei einem Arbeitsunfall verletzt, mit nacktem Oberkörper und einer Medaille am Hals als Amulett. Zwei ältere Gefährten mit ernsten Gesichtern kümmern sich behutsam um ihn. Das Bild legt den Preis des Fisches auf eine andere Waage, auf die Körper derer, die ihn aus dem Wasser holen. Im Jahr darauf gewann es die Erste Medaille der Nationalen Ausstellung, und der Staat kaufte es an.




