
Verkündigung an Maria
Details
Die Geschichte
Andrea Solario hat diese Verkündigung unten rechts signiert und auf 1506 datiert, und ihr späterer Weg lässt sich fast Besitzer für Besitzer verfolgen. Vor 1672 gehörte sie den Phélypeaux de La Vrillière, einer Familie von Staatssekretären der französischen Könige. 1779 und 1782 kam sie in Paris zur Versteigerung, um 1900 war sie in einer Sammlung in Glasgow, dann beim amerikanischen Straßenbahnfinanzier Charles Yerkes in New York, und 1914 wurde sie in Paris erneut verkauft.
Im Mai 1941, im besetzten Paris, wurde sie im Hôtel Drouot angeboten und für den deutschen Kunsthändler Karl Haberstock erworben, der sie Anfang 1942 an das von Hitler geplante Museum in Linz weiterverkaufte. Bei Kriegsende lagerte sie im Salzbergwerk Altaussee in Österreich, kam über den Central Collecting Point der Alliierten in München und kehrte 1946 nach Frankreich zurück.
Sie gehört zu den sogenannten MNR-Werken, nach dem Krieg zurückgeführt, deren rechtmäßige Eigentümer noch nicht ermittelt sind und die bis dahin in der Obhut der Nationalmuseen bleiben. Der Louvre verwahrt sie seit 1950, sie hängt in der Grande Galerie.




