
Piero del Pollaiuolo · PD
Apollo und Daphne
Details
Die Geschichte
Um 1470, im Florenz der Medici, lasen die Humanisten Ovid neu, und Piero del Pollaiuolo griff für diese kleine Tafel eine Szene aus den Metamorphosen auf. Apollo verfolgt die Nymphe Daphne, die ihn nicht erhören will. Im Moment seiner Umarmung ruft sie ihren Vater an, den Flussgott Peneus, und der verwandelt sie in einen Lorbeerbaum. Pollaiuolo zeigt genau diesen Augenblick: Daphnes erhobene Arme sind schon zu belaubten Zweigen geworden, während ihr Körper noch läuft. Hinter den beiden windet sich ein Fluss durch eine sanfte Hügellandschaft, das Arno-Tal, wie man es damals vor den Toren von Florenz sah. Der Lorbeer, in den Daphne übergeht, blieb Apollos heiliger Baum und der Kranz der Dichter.




