
El Greco · PD
Der Apostel Andreas
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Die Geschichte
Wer in Deutschland vor einem Bahnübergang steht, kennt die Form: Das Warnzeichen heißt bis heute Andreaskreuz. Auf diesem Bild ist es noch das Marterwerkzeug des Apostels. Der Legende nach wurde Andreas im griechischen Patras gekreuzigt, und seit dem späten Mittelalter geben ihm die Maler ein schräg gestelltes Kreuz. El Greco lässt die beiden rohen Balken fast von Ecke zu Ecke über die Leinwand laufen. Der Apostel, in blauem Gewand unter einem grünen Mantel, drückt sie an die Brust und blickt nach links unten. Im Spanien von 1610 hatte dieselbe Form noch eine zweite Bedeutung. Als rotes Burgunderkreuz aus zwei knorrigen Ästen wehte sie auf den Fahnen der spanischen Truppen, seit Philipp der Schöne, Herzog von Burgund, das Zeichen um 1506 nach Kastilien mitgebracht hatte. Andreas war der Schutzpatron Burgunds. Das Bild gehört zu der späten Apostelserie, die heute geschlossen im Museo del Greco in Toledo hängt.




