
I, Sailko · CC-BY-SA-3.0
Erscheinung Christi vor Maria
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Die Geschichte
Um 1493 war Filippino Lippi gerade aus Rom nach Florenz zurückgekehrt, wo er für einen Kardinal eine Kapelle ausgemalt hatte. Die Stadt, die er vorfand, war im Umbruch: Von der Kanzel predigte der Dominikaner Girolamo Savonarola eine strenge Frömmigkeit aus Buße und Verzicht, und diese Stimmung ist der Tafel anzumerken. Maria erscheint hier nicht jung und heiter, sondern gealtert und ernst im Ausdruck, wie es solche Predigten verlangten. Filippino trug zudem seine eigene Familiengeschichte mit sich: Er war der Sohn des Malermönchs Filippo Lippi, der einst mit einer Nonne durchgebrannt war. Hinter den Figuren öffnet sich eine Landschaft in Luftperspektive nach niederländischer Art, und in der Ferne erkennt man die Silhouette einer Stadt mit einer großen Kuppel, die jener von Santa Maria del Fiore sehr ähnelt.




