
Filippino Lippi · PD
Die Vision des heiligen Bernhard
Details
Die Geschichte
Florenz, um 1486. Der wohlhabende Wollhändler Piero del Pugliese gibt für seine Familienkapelle vor den Toren der Stadt ein Altarbild in Auftrag. Filippino Lippi, Sohn des Malers Fra Filippo Lippi, zeigt den heiligen Bernhard von Clairvaux in dem Moment, in dem er vom Schreiben aufblickt. In einer felsigen Landschaft erscheint ihm die Muttergottes mit Engeln. Die Gesichter sind blass, die Hände bis in die Adern ausgeführt, und die Dinge auf dem Lesepult sind mit fast niederländischer Genauigkeit gemalt, denn in jenen Jahren erreichte die flämische Malerei Florenz. Rechts unten kniet der Auftraggeber selbst und betet, Zeuge des Wunders. In einer Felsspalte zu seinen Füßen kauert angekettet ein kleiner Teufel.




