
Francesco Botticini · PD
Mariä Himmelfahrt
Details
Die Geschichte
Francesco Botticini malte diese Tafel um 1475 für Matteo Palmieri, einen Florentiner Staatsmann, der unten links als Stifter kniet, seine Frau ihm gegenüber. Palmieri hatte ein langes Gedicht verfasst, die Città di Vita, das Dante umarbeitete und nahelegte, die menschlichen Seelen seien Engel, die im alten Aufstand des Himmels neutral geblieben und zur Erde geschickt worden seien, um sich die Rückkehr zu verdienen. Die Kirche las das als Ketzerei. Der Verdacht fiel auch auf das Altarbild, das man zeitweise hinter einem Vorhang verbarg, und die Gesichter Palmieris und seiner Frau wurden aus Protest abgekratzt und erst später wiederhergestellt. Über ihnen ordnet Botticini die Heiligen und die Seligen in drei sauberen konzentrischen Ringen um die Jungfrau, die zu einem oben wartenden Christus emporsteigt.