
Diego Delso · CC-BY-SA-4.0
Badia-Polyptychon
Details
Die Geschichte
Um 1300 malt Giotto dieses Polyptychon für den Hochaltar der Badia Fiorentina, der Benediktinerabtei mitten in Florenz. Fünf spitzbogige Tafeln: in der Mitte die Madonna mit dem Kind, an den Seiten die Heiligen Nikolaus von Bari, Johannes der Evangelist, Petrus und Benedikt, jeder mit seinem Namen am unteren Rand. Es sind die Jahre, in denen Dante in derselben Stadt lebt, vor seiner Verbannung, und er dürfte durchaus vor diesem Altar gestanden haben. Dann verschwindet das Werk aus dem Blick. 1568 lässt Giorgio Vasari es abnehmen und hängt ein eigenes Bild an seine Stelle, und das Polyptychon verliert sich für Jahrhunderte in einem Kloster. Wiedererkannt wird es dank eines Papierzettels auf der Rückseite, angebracht bei den napoleonischen Klosteraufhebungen von 1810, mit der schlichten Aufschrift 'Badia di Firenze'. In den Uffizien hängt es seit 1966.




