
Bankettstillleben
Details
Die Geschichte
Der Blickpunkt liegt auffallend tief, man schaut beinahe von unten auf diese Tafel. Deshalb vermutet das Rijksmuseum, dass die fast zweieinhalb Meter breite Leinwand über einem Kamin hängen sollte. Adriaen van Utrecht hat sie 1644 signiert und datiert, auf dem aufgeschlagenen Notenblatt unten neben Geige und Laute. Auf dem Tisch drängen sich eine angeschnittene Pastete, vergoldete Silberpokale, eine zur Kanne gefasste Muschel und ein gewaltiger roter Hummer auf einer blau-weißen chinesischen Schüssel. Solches Porzellan brachten europäische Schiffe damals aus China mit. Ein Kunsthistoriker hat die Tiere als die fünf Sinne gedeutet. Der Papagei stünde für Sehen und Tasten, der Affe, der nach Kirschen greift, für den Geschmack, das weiße Hündchen für den Geruch und die Instrumente für das Gehör.