
Joseph Willibrord Mähler · PD
Beethoven
Details
Die Geschichte
Mähler malte dieses Bildnis um 1804, als Beethoven etwa 34 Jahre alt war und gerade die Eroica vorgestellt hatte. Es ist kein Musiker am Klavier: Er steht in einer idyllischen Landschaft, den rechten Arm vorgestreckt, als schlüge er den Takt, in der Hand eine Lyragitarre, ein damals modisches Instrument. Zu seiner Linken liegen Schatten und ein halb verdorrter Baum, zu seiner Rechten ein sonnenbeschienenes Feld und ein Tempel, dem Apoll geweiht, dem Gott der Musik. Schon in diesen Jahren wusste Beethoven, dass er sein Gehör verlor; in jenem verzweifelten Brief, dem Heiligenstädter Testament, hatte er es eingestanden. Der Forscher Owen Jander bemerkte, dass die Lyragitarre nur fünf Saiten hat, wobei die höchsten fehlen, und las darin eine Anspielung darauf, dass der Komponist die hohen Töne nicht mehr hörte. Beethoven hing sehr an dem Bild und behielt es bis zu seinem Tod.