
Hans Memling · PD
Triptychon des Benedetto Portinari: rechter Flügel, Porträt eines betenden Mannes
Details
Die Geschichte
Der Mann mit den zum Gebet gefalteten Händen ist mit großer Sicherheit Benedetto Portinari, ein Florentiner Anfang zwanzig, der 1487 in Brügge lebte und im Bankhaus arbeitete, das sein Onkel Tommaso dort für die Medici führte. Florentiner in der Fremde ließen sich gern von flämischen Meistern malen, und Benedetto bestellte ein kleines Flügeltriptychon: diesen Flügel mit seinem eigenen Bildnis, auf der anderen Seite den heiligen Benedikt, seinen Namenspatron, und in der Mitte eine Madonna mit Kind. Er ist nach rechts gewandt und blickt zur Muttergottes, die einst neben ihm saß, ehe die drei Tafeln getrennt wurden. Auf der Rückseite dieser Tafel steht sein persönlicher Wahlspruch, DE BONO IN MELIUS, vom Guten zum Besseren. Die mittlere Madonna befindet sich heute in Berlin, dieses Bildnis und der Heilige blieben in Florenz.




