
Didier Descouens · PD
Der Hirte und seine drei Musen
Details
Die Geschichte
Joséphin Péladan, der sich selbst „Sâr“ nannte und in Paris die Salons de la Rose+Croix für idealistische Kunst veranstaltete, war mit Henri Martin nur halb zufrieden. Dessen Themen gefielen ihm, Dichter, Musen und Visionen, die Malweise dagegen gar nicht. 1895 spottete er über einen „Dante im Pointillé“ und nannte das Verfahren hässlich. Fünf Jahre später malte Martin dieses Bild und blieb bei beidem. Drei Musen in Weiß schweben über rosa Hügel, eine hält eine goldene Leier, unten sitzt ein Hirte mit seiner Flöte zwischen den Schafen. Alles ist aus kurzen, nebeneinandergesetzten Pinselstrichen gebaut, vom blassrosa Himmel bis zum blühenden Bäumchen am rechten Rand. Seit 2012 gehört das Bild dem Museum in Cahors, das mehr als 50 Werke Martins besitzt.




