Vogelfängerschale

Vogelfängerschale


Details

Künstler
Unbekannter ionischer Vasenmaler (archaische Zeit)
Museum
Louvre
Jahr
-550
Technik
Ton, schwarzfigurig, mit Pseudo-Ritzung und roter Deckfarbe
Gattung
Vase
Maße
14,2 × 29,9 cm

Die Geschichte

Das Bild füllt die ganze Innenseite dieser Schale, ohne Rahmen und ohne Randstreifen. Zwei Bäume ziehen sich quer durch das Rund, ihre Zweige voller Blätter, Vögel und Nester, dazwischen eine Heuschrecke und eine Schlange, und zwischen ihnen klettert ein bärtiger Mann im Lendenschurz. Der übliche Name, Vogelfänger, sieht in ihm einen, der die Nester ausnehmen will. Der Louvre bleibt vorsichtiger und nennt die Szene vielleicht ländlich, vielleicht dionysisch, den Mann womöglich den Gott Dionysos.

Bemalt ist die Schale im ionischen Stil, dem Stil der griechischen Städte an der Küste der heutigen Türkei und auf den vorgelagerten Inseln, und der Louvre denkt, jeweils mit Fragezeichen, an Klazomenai oder Samos. Die feinen Binnenlinien sind nicht wie in der attischen Schwarzfigurenmalerei in den Glanzton geritzt, sondern ahmen die Ritzung nur nach. Entstanden um 550 vor Christus, wurde die Schale in Etrurien gefunden, in Mittelitalien, wo etruskische Käufer griechische Keramik schätzten. In den Louvre kam sie mit der 1861 erworbenen Sammlung Campana.

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