
Benoît Prieur · PD
Schwarzer Raster
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Die Geschichte
1921 verlässt Kandinsky das revolutionäre Russland, wo er die Jahre des Bürgerkriegs mit Unterricht und dem Aufbau von Museen verbracht hatte, und kehrt nach Deutschland zurück. 1922 tritt er als Meister ans Bauhaus, die junge Kunst- und Gestaltungsschule in Weimar, und Schwarzer Raster gehört zu den ersten Bildern, die er dort malt. Man spürt darin die Wende, die seine deutsche Zeit prägen wird. Über einem Grund aus schwebenden Formen und Farben legt sich ein Netz schwarzer Linien, ein Gerüst, das ordnet, wo zuvor die freie Improvisation herrschte. Es ist die lyrische Abstraktion seiner Münchner Jahre, die sich der Geometrie zu beugen beginnt, die er seinen Schülern lehren wird. Das Bild wird heute im Kunstmuseum von Nantes bewahrt.




