
Boabdils Abschied von Granada
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Die Geschichte
Der Blick nach oben, der ganze Oberkörper im Sattel zurückgedreht, während Pferd und Diener unbeirrt weitergehen: So malte Alfred Dehodencq den Abschied Boabdils, des letzten nasridischen Herrschers von Granada. Im Januar 1492 hatte sich die Stadt Ferdinand und Isabella ergeben, und Boabdil musste ins Exil. Eine spanische Legende verlegt seinen Abschied auf einen Pass südlich von Granada, der bis heute „Seufzer des Mauren“ heißt. Dort soll er sich ein letztes Mal umgedreht und geweint haben. Das Bild hing 1869 im Salon, wo der Staat es dem Maler für das Museum in Roubaix abkaufte. Ab 1940 war es in Tourcoing zu sehen und verließ die Stadt erst 1984. Das Musée d'Orsay bewahrt außerdem ein Blatt mit Studien des Malers zu den Figuren.