
Fyodor Bruni · PD
Die eherne Schlange
Details
Die Geschichte
Fast fünfzehn Jahre arbeitete Bruni an dieser riesigen Leinwand, begonnen in Rom in den 1820er Jahren und dort 1841 vollendet, in der Blütezeit der großen russischen Historienmalerei. Das Thema stammt aus dem Buch Numeri: Weil sie gegen Gott murrten, werden die Israeliten in der Wüste von giftigen Schlangen gebissen, und Mose richtet eine eherne Schlange auf, deren Anblick jeden heilt, der zu ihr aufsieht. Bruni malt nicht die Heilung, sondern das Entsetzen: übereinandergetürmte Leiber, Mütter, Greise und Kinder, die sich winden, während sich im Hintergrund die Stange mit dem metallenen Reptil erhebt. In jenem Sommer nach Sankt Petersburg geschickt, hing das Bild neben Brjullows Der letzte Tag von Pompeji, das sieben Jahre zuvor erschienen war, und beide nannte man die Kolosse der russischen Malerei. Es ist über acht Meter breit.