
Der Zwerg des Kardinals Granvelle
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Die Geschichte
Um 1550 bis 1560 malte Antonis Mor diesen Mann, dessen Namen niemand kennt, einen der Zwerge, die sich große Herren damals hielten. Er widmete ihm dieselbe Sorgfalt wie einem Fürsten: gestreifter Mantel und Mütze, eine goldene Kette, die Hand am Halsband des Hundes. Auf diesem roten Halsband sitzt ein Wappen, das erst 1899 als solches erkannt wurde. Der belgische Kunsthistoriker Henri Hymans bestimmte es als das von Antoine Perrenot de Granvelle, Bischof von Arras, Minister Kaiser Karls V. und später Kardinal. Daher trägt das Bild seinen Titel. Der Hund selbst, mit dem Kopf eines Vorstehhundes und dem Fell einer Dogge, gehört laut Louvre zu einem ausgestorbenen Jagdhundtyp, vermutlich aus Spanien. Später besaß die Tafel Nicolas Fouquet, der Finanzminister Ludwigs XIV. Nach seiner Verhaftung wurde sein Besitz beschlagnahmt, und 1671 kam das Bild in die königliche Sammlung.




