
Amedeo Modigliani · PD
Chakoska
Details
Die Geschichte
1917 hatte Modigliani schon sieben Jahre in Paris hinter sich, ein Italiener aus Livorno in einer Stadt im Krieg, wegen seiner schwachen Gesundheit vom Wehrdienst zurückgestellt. Das Bildhauern hatte er aufgegeben, weil der Steinstaub seine ohnehin angegriffenen Lungen ruinierte, und malte nun die Gesichter der Menschen um sich her am Montparnasse. Chakoska ist eines dieser Modelle: Sie kehrt seit 1916 auf einem Dutzend Leinwänden wieder, stets mit dem langgezogenen Hals, dem glatten Oval des Gesichts und den fast pupillenlosen Augen, die er zuvor in Stein geschnitten hatte. Der einfarbige, kaum vom Pinsel bewegte Grund lässt der Figur allen Raum. Das Bild kam in den ersten Jahren des Museums nach São Paulo, als das Nachkriegseuropa seine Kunst billig hergab.




