
Christus unter den Schriftgelehrten
Details
Die Geschichte
Jedes Jahr, so erzählt das Lukasevangelium, zogen Maria und Josef zum Paschafest nach Jerusalem. In dem Jahr, als Jesus 12 war, blieb er dort zurück, ohne dass sie es merkten, und erst nach drei Tagen Suche fanden sie ihn im Tempel, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und Fragen stellte. Alle, die ihn hörten, staunten über ihn.
Luca Giordano malte die Szene etwa zwischen 1660 und 1670 auf eine fast drei Meter breite Leinwand. Das Museum weist darauf hin, dass das Bild zwei Mittelpunkte hat. Der eine ist der Knabe, der rechts sitzt. Der andere ist eine mächtige Tempelsäule, die für den neuen Glauben gegenüber dem alten steht. Ringsum drängen sich die Schriftgelehrten. Manche hören staunend zu, andere streiten erregt und prüfen seine Worte an den heiligen Schriften. Auch das Ende der Geschichte bringt Giordano im selben Bild unter. Weit hinten und klein, in der Lücke zwischen dem Bein Christi und einem der Gelehrten, treffen Josef und Maria ein, die ihn endlich gefunden haben.




