Christus und die Ehebrecherin

Christus und die Ehebrecherin


Details

Jahr
1549
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
118,5 × 168 cm

Die Geschichte

Schon 1648 führte der venezianische Maler und Kunstschriftsteller Carlo Ridolfi dieses Bild in seinen Lebensbeschreibungen venezianischer Maler als Werk Tintorettos auf, damals im Haus des Sammlers Vincenzo Zeno. Es ist die früheste Nachricht davon. Die Geschichte stammt aus dem Johannesevangelium und ist fast zu Ende. Christus hat eben gesagt, wer ohne Sünde sei, werfe den ersten Stein, die Ankläger machen sich eilig davon, und die Frau hebt die Hände, nun frei. Dahinter flieht ein Wald von Säulen in steiler Perspektive in die Tiefe. Das Museum deutet ihn als den Tempel, als enge Gesetzesfrömmigkeit der Pharisäer, der vorn der offene Raum der Gnade gegenübersteht. 1664 gehörte das Bild Kardinal Flavio Chigi, einem Neffen Papst Alexanders VII., und 1902 schenkte es ein späterer Fürst Chigi der Nationalgalerie in Rom. Als es im Palazzo Corsini hing, dem damaligen Sitz der Galerie, kamen die Zweifel auf. Seit den 1930er-Jahren schrieben Forscher es Tintorettos Sohn Domenico zu, einem anonymen Meister der Corsini-Ehebrecherin und einem kaum bekannten Zeitgenossen, Giovanni Galizzi. Das Museum bleibt beim Namen Jacopos und datiert das Bild um 1549.

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