
Christus mit der Dornenkrone
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Die Geschichte
Um 1500 waren in den Niederlanden Nahbilder vom Haupt des leidenden Christus beliebt, und der Maler Dirk Bouts schuf davon viele Fassungen. Cimas kleine Tafel von etwa 1510 wirkt, als hätte ein Venezianer diese nordische Bildidee aufgegriffen. Der Kopf füllt das Feld vor schwarzem Grund, das Licht fällt von der Seite und verbirgt nichts. Die Dornen bohren sich in die Stirn, Blut rinnt über das Gesicht, die Lider sind gerötet. Eine einzelne Träne läuft über die Wange. Die Tafel ist keine 37 Zentimeter hoch und für den Blick aus nächster Nähe gedacht, beim Gebet zu Hause. Aus Inventaren weiß man, dass solche Bilder in reichen Häusern ebenso hingen wie bei Familien mit bescheidenem Besitz. 1856 befand sie sich in der Sammlung Perkins in Chipstead, und 1890 kaufte die National Gallery sie auf der Perkins-Auktion.




