
Wolkenstudie
Details
Die Geschichte
Fast nur Himmel. Ein Haufen Quellwolken, grell gelb angestrahlt, türmt sich über violetten Schatten, und am unteren Rand wölbt sich gerade noch ein dunkler Hügelrücken ins Bild. Datiert hat Koloman Moser diese Ölskizze auf Karton nicht, das Museum setzt sie um 1913 an. Sie misst 20 mal 30 Zentimeter. Zwischen 1907 und 1916 entstanden bei ihm Landschaften in großer Zahl, vor allem am Wolfgangsee, dazu mehrere Wolkenstudien. Im Frühjahr 1913 reiste er mit seiner Frau und den beiden Söhnen nach Leysin in den Waadtländer Alpen, wo der jüngere Sohn in ein Sanatorium kam, und malte dort den Berg Le Chamossaire. Ob auch diese Wolken dort entstanden sind, ist nicht überliefert. Moser wollte Bilder schaffen, in denen man mit den Augen spazieren gehen kann. Nach seinem Tod 1918 blieb die Skizze im Nachlass, 1982 schenkte sie der Kunsthistoriker Hans Aurenhammer dem Belvedere.
