
Bekenntnis
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Die Geschichte
„Bekenntnis“ kann im Deutschen vieles heißen, ein Geständnis, ein Glaubensbekenntnis, ein offenes Eintreten für etwas. Fritz Schwarz-Waldegg hat das Bild 1920 signiert und datiert, in einem Wien, das nach dem verlorenen Krieg hungerte und plötzlich Hauptstadt einer kleinen Republik war. Der Kunsthistoriker Matthias Boeckl zählt es zu einer Reihe von Allegorien, die der Maler um diese Zeit schuf, mit Titeln wie „Fruchtbarkeit“, „Das Erwachen“ oder „Der Erlöser“. Sie drückten die Sehnsucht nach einem Neubeginn aus und holten Urthemen wie Verdammnis und Erlösung aus der Obhut der Kirchen in die weltliche Kunst. Ein Mann mit nacktem Oberkörper blickt uns an, die Hände vor der Brust gekreuzt. Gesicht und Körper sind aus dicken, gebrochenen Strichen in fahlem Blau, Rosa und Ocker gebaut, vor einem dunklen Grund.