
Korinthischer Kolonnettenkrater mit Gelage und Prozession
Details
Die Geschichte
Ein Kolonnettenkrater war das Gefäß, in dem die Griechen beim Trinkgelage Wein mit Wasser mischten, und auf diesem hier ist das Gelage rund um den Krater gemalt, der es bediente. Drei bärtige Männer liegen auf gepolsterten Klinen, vor jedem ein niedriger Tisch mit Speisen, und über ihnen hängen Bögen, Köcher und Schwerter an der Wand. Das Trinken im Liegen hatten die Griechen erst kurz zuvor aus dem Vorderen Orient übernommen, und korinthische Vasenmaler dieser Jahre zeigten es gern.
Auf der anderen Seite zieht eine Prozession von 12 Frauen mit zwei speertragenden Männern vorbei, darunter ein Fries mit Löwen, Steinböcken, einem Hirsch und einer Sirene. Auf einer der flachen Platten oben an den Henkeln stehen zwei Männer in einem Bottich und treten Trauben. So erscheint der Wein auf dem Gefäß an beiden Enden seiner Geschichte, vom Bottich bis zur Kline.
Bemalt wurde der Krater um 600 v. Chr. in Korinth von dem anonymen Künstler, den man den Memnon-Maler nennt, und 1861 kam er mit der Sammlung des Marchese Campana in den Louvre.