
Crassus plündert den Tempel von Jerusalem
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Die Geschichte
Im Jahr 54 v. Chr. war Marcus Licinius Crassus der reichste Mann Roms und gierte nach dem Kriegsruhm, den seine Bundesgenossen Cäsar und Pompeius längst besaßen. Auf dem Weg nach Osten, in den Krieg gegen die Parther, machte er in Jerusalem halt und beraubte den Tempel seiner Schätze, um den Feldzug zu bezahlen. Diesen Augenblick bringt Pittoni ins Bild. Römische Soldaten tragen das heilige Gold unter den Gewölben eines gewaltigen Säulensaals fort, der Feldherr befiehlt, und eine kniende Gestalt in Blau fleht vergeblich. Der Feldzug, den dieser Raub finanzierte, endete im Verderben. Ein Jahr später wurde Crassus in eine Falle gelockt und bei Carrhae getötet, und man erzählte sich, die Parther hätten dem Toten geschmolzenes Gold in den Mund gegossen, zum Hohn auf seine Habgier. Dieses kleine Historienbild malte Pittoni 1743 für August III., König von Polen und Kurfürst von Sachsen, einen der großen Sammler seiner Zeit.




