
Pietro Perugino · PD
Kreuzigung Christi
Details
Die Geschichte
Perugino vollendete diese Tafel 1502 für die Franziskanerkirche von Monteripido, gleich vor den Toren Perugias. Sie sollte hinter einem alten hölzernen Kruzifix stehen, sodass die gemalten Gestalten um ein wirkliches Kreuz trauern, das sich einst vor ihnen erhob. Damals führte Perugino eine große, gut eingespielte Werkstatt und baute das Bild zum Teil aus Zeichnungen, die er schon besaß: Die Trauernden übernahm er aus einer früheren eigenen Kreuzigung, und Figuren aus einem anderen Werk machte er zu Engeln, die das Blut Christi in Kelchen auffangen. Bloße Bequemlichkeit war das nicht. Seine ruhigen, ausgewogenen Gruppen wurden so bewundert, dass ein junger Maler aus Urbino sie genau studierte, und die Kreuzigung, die Raffael im Jahr darauf malte, übernimmt eben diese Anordnung.




