
Trinkschale mit Mänaden und Satyrn
Details
Die Geschichte
Zwischen der persischen Landung bei Marathon 490 v. Chr. und der Seeschlacht von Salamis zehn Jahre später lebte Athen unter der Drohung eines zweiten persischen Feldzugs. In den Töpfereien wurde dennoch weitergearbeitet, und die Schalen gingen weiter nach Westen. Diese hier, in jenen Jahren von Makron bemalt, gelangte weit ins Landesinnere, nach Falerii, dem Hauptort der Falisker nördlich von Rom.
Außen steht auf jeder Seite eine Mänade, eine der rasenden Begleiterinnen des Weingottes Dionysos, zwischen zwei Satyrn. Das Rundbild innen ist ruhiger und rätselhafter. Ein Mann im Mantel, mit einem Stock, hält einen Tintenfisch, eine Sepia, hin, und die Schale verrät nicht, warum.
Nach der Veröffentlichung der Funde von 1925 lag sie im selben Grab der Nekropole von Colonnette wie ein Weinkühler mit Lapithen und Kentauren.