Dante und Vergil

Jean-Baptiste Camille Corot · PD

Dante und Vergil


Details

Jahr
1859
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
170,5 × 260,5 cm

Die Geschichte

Am Anfang des Inferno hat Dante sich in einem dunklen Wald verirrt. Er will einen Hügel hinauf, auf dem schon die Morgensonne liegt, und drei Tiere treiben ihn zurück, ein flinker Leopard mit geflecktem Fell, ein Löwe mit erhobenem Kopf und eine abgemagerte Wölfin. Da erscheint der Schatten des römischen Dichters Vergil und bietet ihm an, ihn auf einem anderen Weg hinauszuführen, hinab durch die Hölle. Corot hat diese Begegnung unter hohe Bäume gesetzt, auf eine Leinwand von mehr als zweieinhalb Metern Höhe. Dante, im schwarzen Gewand mit roter Kapuze, weicht zurück und presst eine Hand an die Brust. Vergil, weiß gekleidet und mit Lorbeerkranz, weist mit ausgestrecktem Arm den Weg. Links fletscht die Wölfin die Zähne, rechts tritt der Löwe aus dem Dunkel, und das Tier, das vor ihm kauert, ist gestreift. Statt der gefleckten Raubkatze des Gedichts hat Corot einen Tiger gemalt. Nur links zwischen den Stämmen bleibt ein Streifen fahler Morgenhimmel. Das Bild ging in den Salon von 1859. Am 5. April jenes Jahres zeichnete Corot die Komposition im Haus seines Freundes, des Malers Constant Dutilleux, mit Kohle auf ein kleines Blatt, offenbar aus dem Gedächtnis, damit der Freund eine Vorstellung davon bekam. Dutilleux notierte das Datum auf der Rückseite, und die Zeichnung liegt heute im Louvre.

All das in deiner Tasche. Hol dir die App.