
Der Tod Mariä
Details
Die Geschichte
Um 1615 hatte Carlo Saraceni in Rom eine Art gefunden, den Tod Mariä zu malen, die viele für sich besitzen wollten. Dies ist eben diese Erfindung, verkleinert auf das Format eines Kabinettbildes, ausgeführt nicht auf Leinwand, sondern auf einer Kupferplatte mit harter, leicht glänzender Oberfläche. Die Apostel drängen sich um das Bett, auf dem Maria liegt, nach der alten byzantinischen Vorstellung der Dormitio, ihres Entschlafens, ein Bild, das ein Venezianer wie Saraceni von Kindheit an in den Kirchen seiner Stadt gesehen hatte. Die Komposition war so erfolgreich, dass die Werkstatt sie immer wieder in diesen kleinen Formaten wiederholte, und sein französischer Schüler Jean Le Clerc übertrug sie in eine Radierung, die den Entwurf durch Europa trug. In die Accademia gelangte sie 1838 als Geschenk des venezianischen Sammlers Girolamo Contarini.



