
Peter Paul Rubens, Descent from the Cross, 1617. Wikimedia Commons. · PD
Kreuzabnahme
Details
Die Geschichte
Wenige Jahre zuvor hatte Rubens für die Antwerpener Kathedrale eine Kreuzabnahme gemalt, die ihn zum gefragtesten Maler Flanderns machte. Diese Fassung, um 1617, wiederholt jenen Erfolg auf kleinerer Bühne, am Hochaltar einer Kapuzinerkirche im Städtchen Lier bei Antwerpen. Der Gedanke ist derselbe: der bleiche Leib Christi, auf einem weißen Tuch in die wartenden Arme hinabgelassen, und das ganze Gewicht der Szene, das entlang einer einzigen Diagonale nach unten zieht. Rubens führte um diese Zeit eine riesige Werkstatt, und die Forschung erkennt in der freien Malweise von Körper und Gewand des alten Mannes eine zweite Hand, die seines glänzenden jungen Gehilfen Anthonis van Dyck, damals noch ein Jugendlicher. Das Bild gelangte später in die russische kaiserliche Sammlung und hängt heute in der Eremitage.




