
Jan Brueghel the Elder / Peter Paul Rubens · PD
Diana auf der Jagd — Diana und ihre Nymphen vor dem Aufbruch
Details
Die Geschichte
Diese kleine Tafel ist ein Werk aus vier Händen. Im Antwerpen der frühen 1620er Jahre waren Rubens und Jan Brueghel der Ältere enge Freunde und teilten sich mehr als einmal denselben Bildträger: jeder malte, worin er der Beste war. Hier übernahm Rubens die Figuren, die Jagdgöttin Diana und ihre Nymphen, bereit zum Aufbruch in den Wald, mit ihren leuchtenden Körpern und weichen Stoffen. Brueghel, wegen seiner feinen Malweise der Samtene genannt, führte alles Übrige aus: das dichte Laub, die Reflexe auf dem Metall, das erlegte Wild zu ihren Füßen und vor allem die Hunde, Bracken, die jeden Moment losstürmen. Wer genau hinsieht, erkennt, wo die eine Hand endet und die andere beginnt: die glatte, warme Haut der Nymphen neben dem sorgfältig ausgeführten Fell und Gefieder. Diana wendet sich um, den Speer in der Hand, und am Rand der Tafel liegt im Schatten schon ein erlegter Vogel.




