
Rogier van der Weyden · CC-BY-SA-4.0
Diptychon des Philippe de Croÿ mit Maria und Kind
Details
Die Geschichte
Um 1460, im Burgund Philipps des Guten, ließ sich ein Edelmann nach einer festen Regel malen: im Profil, die Hände gefaltet, einem heiligen Bild zugewandt, das neben ihm stand. So malte Rogier van der Weyden den Philippe de Croÿ, Diplomat, Kriegsmann und leidenschaftlichen Büchersammler, auf einem Flügel eines Andachtsdiptychons. Auf der anderen Tafel hält die Madonna das Kind vor einem Goldgrund, der sie zur Erscheinung macht, gegen den dunklen, irdischen Grund des Stifters. Das Kind streckt die Hand fast über den Rand seiner Tafel hinaus, dem betenden Mann gegenüber. Die beiden Flügel sind seit langem getrennt. Heute ist die Madonna in Kalifornien, das Bildnis in Antwerpen.




