
Die Geschichte
In einem Saal hier stehen sich zwei Kinder in Satin über den Raum hinweg gegenüber. An einer Wand hängt Gainsboroughs Blue Boy, ein junger Mann in schimmerndem Blau von etwa 1770. Gegenüber hängt Pinkie, ein Mädchen in einem vom Wind bewegten rosa Kleid, das Thomas Lawrence 1794 malte. Sie waren nie als Paar gedacht, doch Henry Huntington kaufte sie für sein Anwesen in Kalifornien und hängte sie zusammen, und seither kennen Generationen von Besuchern sie so.
Huntington machte sein Vermögen mit Eisenbahnen und Immobilien in Los Angeles. 1919 überschrieben er und seine Frau Arabella ihr Anwesen in San Marino, seine Bücher und seine Kunst einer Stiftung, und 1928 wurde es der Öffentlichkeit geöffnet, ein Jahr nach seinem Tod. Für den Blue Boy zahlte er 1921 728.000 Dollar, damals mehr, als je jemand für ein Gemälde ausgegeben hatte.
Das Haus ist nur ein Teil. Die Bibliothek besitzt eine Gutenberg-Bibel und einen Entwurf von Benjamin Franklins Autobiografie, und das Gelände geht in weitläufige botanische Gärten über, sodass ein Besucher an einem einzigen Nachmittag von englischen Porträts über seltene Handschriften bis zu einem Wüstengarten wandert.
Sammlung
6 Werke
Der blaue KnabeThomas Gainsborough, 1770
Diptychon des Philippe de Croÿ mit Maria und KindRogier van der Weyden, 1460
Sarah Siddons als tragische MuseJoshua Reynolds, 1784
Carl Friedrich AbelThomas Gainsborough, 1777
Porträt von Samuel JohnsonJoshua Reynolds, 1775
Blick auf den Stour bei DedhamJohn Constable, 1822