
Apostelabschied
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Die Geschichte
Nach der Himmelfahrt Christi, so erzählte eine alte Überlieferung, teilten die Apostel die bekannte Welt unter sich auf und zogen von Jerusalem aus, jeder in ein anderes Land. Die Kirche feierte diesen Abschied am 15. Juli als eigenes Fest, die Apostelteilung, und im Mittelalter war es weit verbreitet. Auf dieser Tafel stehen die Apostel dicht gedrängt auf einer grünen Wiese vor Goldgrund, ihre Heiligenscheine schieben sich zu einem einzigen Band zusammen. Zwei von ihnen reichen sich die Hand. Ein älterer Mann mit hoher Stirnglatze, in Blau gekleidet, kreuzt die Arme vor der Brust und blickt nach oben. Das Belvedere datiert das Bild um 1420/1430 und kann über den Maler nur sagen, dass er aus Österreich oder Böhmen kam. Die Fichtenholztafel war in österreichischem Privatbesitz, bis das Museum sie 1990 mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste erwarb.




