
Disput der Kirchenväter über die Unbefleckte Empfängnis
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Die Geschichte
Unter den sechs Heiligen, die hier streiten, steht ein Mönch in Weiß mit aufgeschlagenem Buch, Bernhard von Clairvaux. Ausgerechnet er hatte um 1140 den Domherren von Lyon widersprochen, als sie ein neues Fest der Empfängnis Mariens feierten. Mit ihm debattieren Johannes der Evangelist, Hieronymus, Ambrosius, Augustinus und Anselm von Canterbury darüber, ob Maria frei von der Erbsünde empfangen wurde. Zu ihren Füßen liegt der tote Adam, durch den diese Sünde in die Welt kam, und darüber wird Maria vor Gottvater in den Himmel getragen. Bestellt hatte die Tafel Giovanni Serristori für den Familienaltar in San Salvatore al Monte, einer Franziskanerkirche oberhalb von Florenz. Er starb zwischen 1531 und 1533, bevor sie fertig war. Giovanni Antonio Sogliani arbeitete langsam weiter und übergab sie schließlich dem Schwiegersohn und Erben, Alamanno Salviati, der sie den Augustinerinnen von San Luca schenkte. Deren Kirche wurde im 18. Jahrhundert abgerissen.
