Fernblick auf die Kathedrale von Mantes

Jean-Baptiste Camille Corot · CC0

Fernblick auf die Kathedrale von Mantes


Details

Jahr
1860
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
56,4 × 46,2 cm

Die Geschichte

Um 1860 war Corot in seinen Sechzigern und genoss nach Jahrzehnten mühevoller Reisen endlich Anerkennung in Paris. Damals bildete sich auch jene Art von Bild heraus, für die man ihn lieben würde: dunstig, silbergrau, mehr erinnert als beobachtet. Mantes liegt an der Seine, rund 50 Kilometer westlich der Hauptstadt, und seine gotische Stiftskirche hatte ihn seit den 1840er Jahren immer wieder hierhergezogen. Hier hält er die Kathedrale auf Abstand und lässt sein federleichtes Geäst davor aufsteigen, sodass der mächtige Steinbau als blassgraue Masse durch die Blätter erscheint und nicht als Denkmal, das es zu verzeichnen gälte. Das Wasser, das weiche Licht und das lose Laub sind ihm ebenso wichtig wie die Architektur. Bis 1860 hatte er Mantes so oft gemalt, dass ihm die Kathedrale fast aus dem Gedächtnis kam, eine weitere jener stillen Flussansichten, die seine späten Jahre füllen.

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