Marientod

Marientod


Details

Künstler
Anonym
Jahr
1342
Technik
Tempera auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
100 × 71,1 cm

Die Geschichte

Im Jahr 1344 bekam Prag einen eigenen Erzbischof, und im November desselben Jahres wurde auf dem Burgberg der Grundstein für den neuen Veitsdom gelegt. Treibende Kraft hinter beidem war Karl von Luxemburg, der spätere Kaiser Karl IV., der damals für seinen erblindeten Vater, König Johann, die Geschäfte in Böhmen führte. In eben diesen Jahren, um 1340 bis 1345, entstand in Prag auch diese Tafel. Maria liegt auf dem Totenbett, umringt von den zwölf Aposteln. Nach der Überlieferung schlief sie nur, drei Tage lang, bevor sie in den Himmel aufgenommen wurde. Christus segnet sie und hält ihre Seele als winziges Kind im Arm. Gewöhnlich schwebt er in solchen Bildern in einer Lichtglorie über der Szene, hier steht er mitten unter den Trauernden, von stilisierten Wolken umgeben. Die drei kleinen Figuren am unteren Rand sind wohl die Stifter, die die Tafel bezahlten. Sie gehörte einst zu einem Altar. Entdeckt wurde sie 1922 in der Schlosskapelle von Košátky nordöstlich von Prag, wo die Grafen Kolowrat sie über Jahrhunderte aufbewahrt hatten. 1950 verkaufte ein Familienmitglied das Bild in New York, und noch im selben Jahr erwarb es das Museum.

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