
Entwurf für das Gesprenge des ehemaligen Hochaltarretabels von St. Martin in Meßkirch
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Die Geschichte
In den 1530er Jahren, als reformatorisch gesinnte Gemeinden überall im Süden Deutschlands die Bilder aus den Kirchen räumten, tat Graf Gottfried Werner von Zimmern das Gegenteil. Er hatte die Kirche St. Martin in seinem Städtchen Meßkirch eben neu errichten lassen und ließ sie mit gemalten Altären ausstatten. Dieses Blatt ist der Entwurf für den größten von ihnen, den Hochaltar. Es legt das Schreinerwerk und die Architektur fest, in die einmal die große Tafel mit der Anbetung der Könige eingefügt werden sollte, und greift auf die aufwendigen Retabel zurück, wie man sie damals in Augsburg baute. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde dieser Altar zerlegt. Die Tafeln wurden herausgesägt und verkauft und liegen heute verstreut zwischen Stuttgart, Karlsruhe und Meßkirch selbst, wo die Anbetung noch hängt. Der hier gezeichnete Rahmen war unter den erhaltenen Stücken nicht dabei.