
Treibholz
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Die Geschichte
Am 30. November 1909 traf bei Homers New Yorker Händlern, der Galerie Knoedler, ein neues Bild ein und war noch am selben Tag verkauft, an den Sammler Frank Babbott aus Brooklyn. Homer war 73 Jahre alt. Auf den Keilrahmen hatte er zuerst einen anderen Titel geschrieben, Spoon Drift, das Seemannswort für die Gischt, die der Wind von den Wellenkämmen reißt. Dann entschied er sich für Driftwood, Treibholz, und lenkte damit den Blick auf den Stamm.
Ein einzelner Mann steht mit dem Rücken zu uns auf den Felsen und hat ein Seil um einen gewaltigen Baumstamm gelegt, den das Meer angespült hat. Die Brandung füllt fast das ganze Bild, rechts schwebt eine Möwe. Es ist die letzte Leinwand, die Homer vollendete. Vielleicht hatte er ein Bild im Kopf, das 1900 in New York zu sehen war, The Driftwood Gatherer des Landschaftsmalers Frederick Kost, auf dem ein Mann einen Balken aus den Wellen zieht. Homer starb im folgenden September. Das Museum erwarb das Bild 1993.




