
Epitaph des Jodok Hauser
Details
Die Geschichte
1478 starb der Ritter Jodok Hauser, und diese Tafel sollte dafür sorgen, dass man weiter für ihn betete. Im späten Mittelalter glaubte man, die Gebete der Lebenden könnten die Zeit einer Seele im Fegefeuer verkürzen. Ein Epitaph wie dieses war deshalb eine dauernde Bitte an alle, die in der Kirche daran vorbeikamen. Ausgesprochen wird sie unten auf dem Rahmen. Zuerst steht dort eine deutsche Zeile zum Lob Christi, dann auf Latein das Jahr 1478, der Name des Ritters und der Wunsch, seine Seele möge in Frieden ruhen. Darüber kniet Hauser in Rüstung am Fuß des Kreuzes, sein Wappen neben sich. Gegenüber kniet seine Frau mit weißem Schleier, eng an sie gedrängt die drei kleinen Kinder. Dahinter breitet sich ein Goldgrund mit einem Muster aus Blättern und Blüten aus.