Reiterstandbild des Cangrande I. della Scala

Reiterstandbild des Cangrande I. della Scala


Details

Technik
weicher Stein (pietra tenera)
Gattung
Skulptur
Maße
200 × 206 cm

Die Geschichte

Im Juli 1329 zog Cangrande della Scala als neuer Herr in Treviso ein, eine Stadt, um die er jahrelang gekämpft hatte, und wenige Tage später war er tot, mit 38 Jahren. Als man seinen Leichnam 2004 exhumierte, fanden Wissenschaftler in Leber und Darm giftige Mengen Digitalis, den Wirkstoff des Fingerhuts. Am wahrscheinlichsten ist, dass er vergiftet wurde. Von wem, weiß man nicht.

Für das Grabmal sorgte sein Neffe und Nachfolger Mastino II. Es erhebt sich über dem Seitenportal der Kirche Santa Maria Antica, gleich neben den Palästen der Familie, und ganz oben, unter freiem Himmel über der Gasse, stand dieser Reiter. Den luftigen Platz hat er teuer bezahlt. Im 17. Jahrhundert warf ihn ein Blitz herunter, man setzte ihn notdürftig wieder zusammen und stellte ihn zurück. Bei einer Restaurierung im 19. Jahrhundert wurden Teile neu gearbeitet, etwa der Helm, der ihm auf den Rücken hängt, und ein Stück der langen Pferdedecke, und von der Bemalung ist nichts geblieben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts holte man die Figur zu ihrem Schutz herunter, und auf dem Grabmal reitet seither eine Kopie.

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