
Scheintür der Chentkaus
Details
Die Geschichte
Eine Tür, die sich nie öffnen sollte. Scheintüren wie diese wurden in die Wände der Grabkapellen gemeißelt, als Ort, an dem Lebende und Tote sich begegneten. Vor ihr legte man die Opfergaben nieder, und der Geist der Verstorbenen sollte durch den Stein hindurchtreten, um sie zu empfangen.
Diese stand in einem inneren Raum der Mastaba der Chentkaus auf dem Westfriedhof von Gizeh. Zu ihrer Zeit, in der 6. Dynastie, ließen die Könige ihre Pyramiden längst in Sakkara errichten, die große Epoche von Gizeh lag Generationen zurück. Die Friedhöfe dort wuchsen trotzdem weiter, mit den Gräbern von Beamten und Priestern. Ihren Namen teilte Chentkaus mit einer Königin der 4. Dynastie, deren großes Grab ebenfalls in Gizeh steht. Sturz und rechter äußerer Pfosten nennen ihre Titel, unter anderem Priesterin der Hathor, eine Göttin, der im Alten Reich viele vornehme Frauen dienten. Auf den inneren Pfosten sind ihre Kinder dargestellt.
