
Jean-Baptiste Camille Corot · PD
Bauernhof bei Sin, nahe Douai, mit spielenden Kindern
Details
Die Geschichte
Im November 1891 kaufte Brayton Ives in New York diese kleine Leinwand. Aus dem Bürgerkrieg war er als Oberst gekommen, für Tapferkeit mit dem Ehrenrang eines Brigadegenerals ausgezeichnet, und von 1878 bis 1880 war er Präsident der New Yorker Börse. Bekannt war er vor allem als Büchersammler, eine Gutenberg-Bibel gehörte dazu, und im März desselben Jahres war seine Bibliothek in New York versteigert worden. In den Lagerbüchern der Händler heißt das Bild schlicht La ferme, der Bauernhof. Corot malte es 1872 in Sin, einem Dorf am Südrand von Douai ganz im Norden Frankreichs, und verkaufte es noch im selben Jahr an einen Käufer, von dem nur der Name Monsieur Grédelue überliefert ist. Ein Pariser Händler, Gustave Tempelaere, hinterließ später seinen Stempel auf der Rückseite. Vor einem Bauernhaus mit steilem Dach, halb hinter Bäumen versteckt, spielen drei Kinder im Gras, das kleinste halten die beiden anderen zwischen sich, und links steht eine Frau mit einem Korb und sieht zu. Die Leinwand ist 33 Zentimeter hoch.




