Faune und Nymphen

Faune und Nymphen


Details

Technik
Öl auf Karton
Maße
76 × 104 cm

Die Geschichte

Um die Jahrhundertwende malten die Künstler, mit denen Roussel verkehrte, vor allem lampenbeschienene Pariser Zimmer und gemusterte Tapeten. Er selbst verschwand immer wieder in einem erdachten mediterranen Wäldchen. Dessen Bewohner sind hier versammelt: Faune, die ziegenfüßigen Gefährten des Weingottes Bacchus, und Nymphen, die jungen Naturgeister der griechischen Sage, zwischen Bäumen, ohne dass sich eine bestimmte Geschichte daran knüpfte. Gemalt hat er sie nicht auf Leinwand, sondern auf Karton, jenen billigen, saugenden Malgrund, zu dem ein Maler greift, wenn er rasch arbeitet oder einen Einfall erprobt. Einen großen Teil seines Lebens verbrachte Roussel mit dekorativen Wandpaneelen für Wohnhäuser und öffentliche Gebäude, und kleine Stücke wie dieses waren oft der Anfang solcher wandfüllenden Szenen, ihre Farbe und ihr Gedränge von Körpern auf Armlänge erprobt, ehe sie ins Große übertragen wurden. Die Farbe liegt dünn und matt, näher am kreidigen Hauch des Pastells als am Glanz eines fertigen Bildes. Er arbeitete in beidem, Öl und Pastell, und ließ das eine oft wie das andere wirken.

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