
Sailko · CC-BY-3.0
Frau, sich kämmend
Details
Die Geschichte
Der Titel verrät fast nichts. Als Toulouse-Lautrec das kleine Bild im Frühjahr 1892 im Pariser Salon des Indépendants ausstellte, stand im Katalog nur „Celle qui se peigne“, also etwa: die sich kämmt. Kein Name, keine Geschichte. Eine Frau in einem weiten rosa Gewand sitzt zwischen weißen Tüchern, beide Arme erhoben, die Finger tief im langen gelben Haar, das nach vorn fällt und ihr Gesicht ganz verdeckt. Der Raum hinter ihr löst sich in grüne und ockerfarbene Striche auf. Jener Salon kam ohne Jury und ohne Preise aus, ausstellen durfte jeder, der den Mitgliedsbeitrag zahlte. Gemalt ist das Bild in Öl auf Karton, kaum 44 Zentimeter hoch, signiert oben links. Zwei Pariser Galerien zeigten es 1914 erneut, und 1937 gelangte es als Vermächtnis in die staatlichen Sammlungen Frankreichs.




